Indien
ist ein Land, in welchem es viele Krankheiten
gibt, die in der westlichen Welt gar nicht existieren.
Man sollte also unbedingt darauf achten, dass
man sich rechtzeitig impfen lässt und sich
gut auf eine Indienreise vorbereitet. In diesem
Artikel werden die einzelnen Impfungen empfohlenen
Impfungen aus eigener Erfahrung besprochen, sowie
die Zusammenstellung einer Reiseapotheke und verschiedener
Schutzmaßnahmen. Hierbei geht es nicht nur
um das Thema Malaria in Indien, sondern auch andere
letale Bedrohungen oder Krankheiten mit bleibenden
Schäden, wie zum Beispiel Tollwut. Alle Tipps
hier entstammen meiner eigenen Erfahrung als Indienreisender.
Sie sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen
und jeden Schritt genaustens durchsprechen. Bitte
seien sie auch nicht zu geschockt vor der Fülle
der Informationen oder Impfungen, aber man sollte
sich einfach gut schützen, damit man eine
schöne Reise in Indien genießen kann.
Impfungen für Indien
Sie sollten darauf achten, dass sie sich sehr
frühzeitig bei ihrem Hausarzt einfinden,
damit sie mit den Impfungen beginnen können.
Die
benötigten Impfungen können sich je
nach Reisezeit unterscheiden, müssen aber
wie zum Beispiel bei Tollwut teilweise über
Wochen hinweg verabreicht werden. Sollten sie
die Regenzeit für die Indienreise anstreben,
kommen enorm viele Impfungen auf sie zu, die nur
teilweise gleichzeitig verabreicht werden können.
Zusätzlich kann es zu enormen Nebenwirkungen
kommen, die sie einige Tage krank werden lassen.
Studenten
und andere Reisende mit wenig Geld, sollten sich
vorab unbedingt ihre Krankenkasse kontaktieren
und nachfragen, welche Impfungen als Kassenleistung
übernommen werden. Ich selbst bin bei der
DAK und blieb auf Unkosten für die Impfungen
von 518.- € sitzen. Zum Vergleich, der Flug
kostete mich knappe 600.- € und somit ist
dieser Posten nicht zu unterschätzen. Zusätzlich
kamen noch die Kosten für die Reiseapotheke
und die Malariaprophylaxe hinzu! Nun aber zu den
Impfungen.
Tollwut
Impfung für Indien
Tollwut
verläuft in 100 % der Fälle tödlich
und man sollte sich unbedingt dagegen impfen lassen.
Indien hatte im letzten Jahr mehr als 12.500 Tote
alleine durch Tollwut. Hinzu kommt der Fakt, dass
man sich als Europäer in einem fremden Umfeld
bewegt und sich nicht mit der örtlichen Flora
und Fauna auskennt. Ein Äffchen auf der Straße
mag zwar süß und nett aussehen, wenn
es einen aber beißt, ist es alles andere
als lustig. Die Tollwutimpfung ist gleichzeitig
die teuerste Impfung und wird mittels Spritze
in drei Dosen verabreicht. Ein Impfschutz tritt
nach der zweiten Impfung ein. Die Tollwutimpfung
ist für Indien zwar nicht vorgeschrieben,
aber unerlässlich.
Meningokokken
Impfung für Indien
Meningokokken
kennt man auch bei uns, vor allem als Überträger
für Gehirnhautentzündung durch Zeckenbisse.
Auch in der Heimat kann man sich dagegen impfen
lassen, bzw. es vielleicht sogar schon sein. Vorsicht:
Bei der Meningokokken-Impfung für Indien,
handelt es sich um andere Typen dieses Bakteriums,
die normalerweise hier nicht geimpft werden. Zusätzlich
werden diese Bakterien auch durch Anhusten und
durch die Luft übertragen. Zwar haben sie
auch bestimmte Hochzeiten, aber man sollte das
Risiko nicht eingehen. Die Impfung erfolgt mittels
Spritze.
Japanische
Enzephalitis Impfung für Indien
Zwar
liegt das Risiko an japanischer Enzephalitis zu
erkranken recht niedrig, allerdings kommt es hier
vor allem auf die Art, Dauer und Zeit der Reise
nach Indien an. Wer zur Regenzeit für eine
lange Dauer in direkter Nachbarschaft zu Reisfeldern
trekkt, sollte jedenfalls impfen lassen. Jährlich
gibt es geschätzte 50.000 Fälle, von
denen 10.000 tödlich verlaufen. Eine hohe
Anzahl der Betroffenen behält bleibende Schäden
zurück. Die Impfung ist nicht teuer und sollte
ggf mitgenommen werden. Zudem handelt es sich
um eine schwierig zu behandelnde Viruskrankheit.
Cholera
Impfung für Indien
Cholera
wird vor allem durch verseuchtes Trinkwasser übertragen
und verläuft bei einem Ausbruch der Krankheit
zwischen 20 - 70 % tödlich. Wenn man sehr
auf sein Essen und seine Getränke achtet,
kann man das Risiko minimieren, allerdings handelt
es sich bei Indien um ein Choleraland. Tassen
und Gläser werden gerne in Flußwasser
nur kurz gespült, ganz egal, wie das Wasser
aussieht. Auch auf der Straße verkaufte
Früchte werden Nachts im Flußwasser
gelagert, damit sie am nächsten Tag noch
frisch aussehen.
Die
Choleraimpfung hat einen zusätlichen Vorteil
in Indien, denn sie schützt den Verdauungstrakt
zusätzlich und stärkt die natürlichen
Abwehrkräfte. Menschen mit einer Cholera-Impfung
haben ein viel geringeres Risiko sich Magen-Darm-Beschwerden
einzufangen und dies ist ansonsten sehr wahrscheinlich
für einen europäischen Magen im indischen
Raum. Auch wenn man sich nicht direkt gegen Cholera
schützen möchte, handelt es sich um
eine sehr hilfreiche Impfung für Reisende.
Die Impfung mit dem Präperat Dukoral wird
in zwei Dosen per Schluckimpfung verabreicht.
Typhus
Impfung Indien
Typhus
ist einfach nur böse, zwar nicht unbedint
letal und mit Antibiotika zu behandeln, aber sehr,
sehr langwierig, schmerzhaft und einfach nur unschön.
Gerade über infizierte Lebensmittel und Getränke
kann man sich sehr schnell infizieren und jeder
Indienreisende sollte sich gegen Typhus impfen
lassen. Schmerzhaftes Fieber von über 40
Grad sind bei dieser Krankheit normal und in Indien
sehr verbreitet. Zusätzlich zur Impfung ist
in jedem Fall auf Hygiene zu achten.
Hepatitis
Impfung Indien
Hepatitis
A und B sind in Indien sehr verbreitet und man
kann sich recht schnell damit anstecken. Eine
Impfung ist nicht teuer und sollte durchgeführt
werden. Auch wenn man sehr auf seine Umgebung
achtet, kann man sich infizieren und dies sollte
unter allen Umständen vermieden werden.
Malaria in Indien
Malaria
ist in Indien sehr verbreitet und gerade zur Regenzeit
ist man auch als Tourist sehr gefährdet.
Zu dieser Zeit sollte man unbedingt eine Malaria-Prophylaxe
einnehmen und sich enorm gut vor eventuellen Stichen
schützen. Leider besteht auch hier eine gewisse
Kostenfrage, denn die Prophylaxe kann zum einen
mittels Lariam durchgeführt werden oder mittels
Malerone. Die Mittel sind zwar gleich teuer, doch
müssen Malerone cira 7 mal häufiger
eingenommen werden. Dies macht einen Indientrip
über mehrere Wochen zu einer sehr teuren
Angelegenheit. Lariam hingegen kann sehr starke
Nebenwirkungen haben und muss auch nach der Reise
vier Wochen lang weiter eingenommen werden.
Zusätzlich
sollte man wie in Indien eh üblich unbedingt
auf lange Kleidung achten und sich mittels diverser
Mittel schützen. Diese Mittel enthalten ein
Nervengift für die fliegenden Angreifer.
Nachts sollte man unbedingt unter einem Moskitonetz
schlafen, welches man entweder mit dem Nervengift
impregniert kauft oder es selbst impregniert.
Auch die Kleidung sollte mit den Insektiziden
impregniert werden. Der so erhaltene Schutz hält
über mehrere Wäschen an.
Wer
sich gut schützt, kann das Risiko von 1.350
Stichen auf einen einzigen Stich senken und nicht
gestochen zu werden, ist immer noch der beste
Schutz. An dieser Stelle empfehle ich mal aus
meiner eigenen Erfahrung das Mittel Nobite.
Wer meint, es wäre übertrieben, diese ganzen Impfungen und Vorsichtsmaßnahmen zu machen,
dem sei das nächste Bild empfohlen. Es zeigt die Straße direkt vorm Weltkulturerbe des großen
Tempels in Hampi. Wie man erkennt, sind die hygienischen Zustände eine Katastrophe, an die man
sich als Traveller aber gewöhnt. Gleichzeitig wird klar, dass hier alle möglichen Krankheiten lauern,
nicht zuletzt, weil Menschen und Tiere so eng aufeinander leben.